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TÜV Gebühren Gestiegen 2026 – Neue Preise, Gründe und Tipps

Leon Julian Hoffmann Weber • 2026-04-09 • Gepruft von Daniel Becker

Zum 1. Januar 2026 trat bundesweit eine deutliche Anpassung der Gebühren für Hauptuntersuchungen (HU) und Abgasuntersuchungen (AU) in Kraft. Die Kosten stiegen um durchschnittlich 10 bis 15 Prozent, wie aus Daten von AutoScout24 und der WirtschaftsWoche hervorgeht. Hintergrund ist der gestiegene technische Prüfaufwand bei modernen Fahrzeugen mit umfangreichen Assistenzsystemen.

Betroffen sind alle Fahrzeughalter, deren Pkw, Motorräder oder Nutzfahrzeuge im Jahr 2026 fällig werden. Die Preise variieren dabei erheblich je nach Bundesland und gewählter Prüforganisation. Eine bundesweit einheitliche Gebührenordnung existiert nicht; stattdessen legen TÜV Süd, TÜV Nord, DEKRA, KÜS und weitere Anbieter ihre Sätze dezentral fest.

Die Anpassung markiert das Ende einer langen Phase relativ stabiler Preise in der Fahrzeugprüfung. Besonders Besitzer von Fahrzeugen mit blauer HU-Plakette müssen die neuen Sätze bei der anstehenden Untersuchung berücksichtigen. Gleichzeitig führen Prüforganisationen neue verpflichtende Testprozeduren für Fahrerassistenzsysteme ein.

Warum sind die TÜV-Gebühren ab 2026 gestiegen?

Steigerungsrate: 10–15 Prozent
Inkrafttreten: 1. Januar 2026
Hauptgrund: Prüfaufwand bei Assistenzsystemen
Preissetzung: Regional unterschiedlich
  • Höherer Zeitaufwand für Diagnose und Prüfung moderner Fahrzeugsysteme
  • Einführung verpflichtender Testprozeduren für Fahrerassistenzsysteme
  • Anpassung nach jahrelanger Preisstabilität trotz technischer Evolution
  • Dezentrale Preissetzung durch Prüforganisationen ohne bundesweite Gebührenordnung
  • Auswirkungen auf über 48 Millionen zugelassene Fahrzeuge in Deutschland
  • Zusätzlicher administrativer Aufwand durch Next-Generation-eCall-Systeme
  • Berücksichtigung komplexerer Antriebstechniken bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen
Fahrzeugtyp Prüfumfang Kosten 2026 Prüfintervall
PKW bis 3,5 t HU + AU 143–169,90 € 24 Monate (Erstzulassung 36 M.)
PKW bis 3,5 t nur HU ca. 90 € 24 Monate
PKW 3,5–7,5 t HU + AU ca. 180 € 24 Monate
Motorrad (L3e–L7e) HU + AU ca. 85 € 24 Monate
Wohnmobil bis 3,5 t HU (+ AU) Wie PKW 24 Monate
Wohnmobil >7,5 t HU + AU ca. 200 € 12 Monate
Anhänger gebremst (bis 3,5 t) HU ca. 60 € Keine AU
Anhänger ungebremst (bis 750 kg) HU ca. 40 € Keine AU
Elektroauto (BEV) nur HU ca. 90 € 24 Monate
Nachprüfung (bei Mängeln) Kontrolle 25–35 € Nach Termin

Wie hoch sind die neuen TÜV-Gebühren?

Die konkreten Kosten für die Hauptuntersuchung unterscheiden sich erheblich zwischen den einzelnen Prüforganisationen. Während AutoScout24 für TÜV Süd im Süden Preise zwischen 143 und 162 Euro nennt, liegen die Sätze bei TÜV Nord in Berlin bereits bei 165,90 Euro. DEKRA positioniert sich mit 140 bis 160 Euro leicht unter dem Durchschnitt.

Preisbeispiele nach Bundesland

Regionale Unterschiede fallen besonders zwischen den Bundesländern ins Gewicht. In Thüringen kostet die kombinierte Untersuchung bei regionalen TÜV-Stellen etwa 160 Euro, während Bayern und Baden-Württemberg mit 163 Euro bei TÜV Süd liegen. Nordrhein-Westfalen weist mit 166 bis 169,90 Euro die höchsten Sätze für TÜV Nord auf.

Kombi-Tarife nutzen

Die Buchung von Haupt- und Abgasuntersuchung als Paket reduziert die Gesamtkosten um 10 bis 15 Prozent gegenüber der separaten Durchführung. Diese Ersparnis gilt bei allen Prüforganisationen und sollte bei der Terminvereinbarung explizit angefragt werden.

Wann und für wen gelten die höheren Preise?

Fristen und Plakettenfarben

Alle Fahrzeuge mit blauer HU-Plakette müssen im Laufe des Jahres 2026 zur Prüfung erscheinen, wie GTÜ mit Verweis auf § 29 StVZO bestätigt. Nach erfolgreicher Untersuchung erhält das Fahrzeug eine braune Plakette mit dem nächsten Termin 2028. Neufahrzeuge bis 3,5 Tonnen erhalten rosafarbene Plaketten mit einer dreijährigen Frist.

Fahrzeugtypen und Ausnahmen

Die Preiserhöhung betrifft nahezu alle Fahrzeugklassen, von Motorrädern bis zu schweren Wohnmobilen. Eine Ausnahme bildet die Abgasuntersuchung bei reinen Elektrofahrzeugen, die entfällt. Auch Anhänger unterliegen den neuen Gebührensätzen, jedoch ohne AU-Anteil. Ab dem 29. November 2026 gelten zudem verschärfte Euro-7-Standards für Neuzulassungen, die indirekt den Prüfaufwand weiter erhöhen.

Was können Autofahrer tun?

Optimierung der Prüfkosten

Fahrzeughalter sollten Preise verschiedener Anbieter wie DEKRA, TÜV Süd, TÜV Nord und KÜS vergleichen, da diese um bis zu 20 Euro differieren. Kostenlose Vorabchecks bei Werkstattketten wie ATU können teure Nachprüfungen vermeiden. Wer noch eine alte Plakette mit Gültigkeit bis Ende 2025 besitzt, sollte den Termin vor dem 1. Januar 2026 wahrnehmen.

Kostenfalle Nachprüfung

Wird bei der Hauptuntersuchung ein Mangel festgestellt, fallen für die Nachprüfung zusätzlich 25 bis 35 Euro an. Diese Kosten addieren sich zu den bereits erhöhten Basisgebühren und entstehen bei unsachgemäßer Vorbereitung des Fahrzeugs.

Assistenzsysteme prüfen lassen

Da 2026 verpflichtende Tests für Fahrerassistenzsysteme eingeführt wurden, empfiehlt sich eine Funktionskontrolle dieser Systeme vor dem Termin. Mängel hier führen regelmäßig zu Nachprüfungen.

Wie entwickelten sich die Gebühren chronologisch?

  1. 2020–2024: Phase stabiler Preise trotz steigendem technischen Aufwand bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen.
  2. 2025: Ankündigung der Anpassung durch führende Prüforganisationen und erste regionale Preislisten.
  3. : Flächendeckende Einführung der neuen Gebührensätze für HU und AU.
  4. Frühjahr 2026: Einführung verpflichtender Prüfprozeduren für Fahrerassistenzsysteme bei jeder Hauptuntersuchung.
  5. : Stufenweise Inkrafttreten der Euro-7-Abgasnorm für Neuzulassungen.

Was ist gesichert, was bleibt unklar?

Gesicherte Fakten Variable oder unklare Aspekte
Gebührenanstieg gilt flächendeckend ab 01.01.2026 Exakte Preise je nach Werkstatt und Region schwanken
Kombi-Tarif HU+AU spart 10–15 % gegenüber Einzelbuchung Konkrete Höhe eventueller Rabatte bei Vorabchecks
E-Autos unterliegen keiner Abgasuntersuchung Langfristige Preisentwicklung für 2027 und später
Nachprüfung kostet zusätzlich 25–35 Euro Einheitliche Auslegung neuer Assistenzsystem-Tests
Blau → Braun → Rosa Plakette definiert Fristen Possible weitere Anpassungen durch dezentrale Preissetzung

Welchen wirtschaftlichen Hintergrund haben die neuen Sätze?

Die Preisanpassung reflektiert den technologischen Wandel in der Automobilindustrie. Moderne Fahrzeuge verfügen über komplexe Assistenzsysteme, die zusätzliche Testverfahren erfordern. Laut TÜV Nord und GTÜ steigt der Prüfaufwand pro Fahrzeug signifikant durch die Integration von Next-Generation-eCall und neuen Sicherheitsprotokollen.

Gleichzeitig dient die Erhöhung der Inflationsanpassung nach einer langen Phase konstanter Preise. Die dezentrale Struktur der Prüforganisationen führt zu regional unterschiedlichen Sätzen, die jedoch alle den gestiegenen Personal- und Technikeinsatz widerspiegeln. Die Einführung verschärfter Abgasnormen wie Euro 7 erhöht den administrativen und technischen Aufwand weiter.

Welche Quellen liegen der Analyse zugrunde?

Die Gebühren für die Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU) wurden zum 1. Januar 2026 flächendeckend angehoben, mit Steigerungen von etwa 10–15 % aufgrund höheren Prüfaufwands, insbesondere bei modernen Assistenzsystemen und komplexerer Fahrzeugtechnik.

– AutoScout24 Ratgeber
Die neuen TÜV-Gebühren ab 2026 sind da, mehr Infos findest du unter Was ist ein Formular 1099.

Alle Fahrzeuge mit blauer HU-Plakette müssen 2026 zur Prüfung (nach § 29 StVZO); danach braune Plakette (nächster Termin 2028). Neufahrzeuge erhalten rosafarbene Plaketten mit Drei-Jahres-Frist.

– GTÜ Fachbeitrag

Preise variieren je nach Bundesland, Prüforganisation und Fahrzeugtyp, ohne einheitliche bundesweite Sätze; es gibt keine einheitliche KBA-Verordnung zu Preisen, sondern regionale Anpassungen.

– WirtschaftsWoche

Zusammenfassung für betroffene Fahrzeughalter

Die TÜV-Gebühren steigen 2026 um 10 bis 15 Prozent, wobei PKW-Halter je nach Region mit Kosten zwischen 140 und 170 Euro für HU und AU rechnen müssen. Besonders wichtig ist die Beachtung der Fristen für Fahrzeuge mit blauer Plakette sowie die Prüfung möglicher Kombi-Tarife. Wie bei anderen technischen Tests – etwa dem ABC Salsa 5 Air – Test, Preis und Bewertung 2025 oder dem Sigma ROX 11.1 EVO – Test Bedienung und Vergleich – empfiehlt sich auch hier ein frühzeitiger Vergleich der Anbieter und eine sorgfältige Vorbereitung.

Häufige Fragen zur TÜV-Preiserhöhung

Gelten die neuen Preise auch für Motorräder?

Ja, auch Motorräder der Klassen L3e bis L7e unterliegen den erhöhten Sätzen und kosten 2026 etwa 85 Euro für die kombinierte Untersuchung.

Müssen Elektroautos zur Abgasuntersuchung?

Nein, bei reinen Elektrofahrzeugen entfällt die AU. Die Kosten reduzieren sich auf etwa 90 Euro für die reine Hauptuntersuchung.

Kann ich den Termin vor dem 1. Januar 2026 vereinbaren?

Ja, bei Prüfung vor diesem Datum gelten noch die alten Gebührensätze, sofern die Untersuchung tatsächlich vorab stattfindet.

Sind Wohnmobile teurer als Pkw?

Wohnmobile über 7,5 Tonnen zahlen mit etwa 200 Euro deutlich mehr und müssen jährlich geprüft werden, während kleinere Wohnmobile wie Pkw behandelt werden.

Was passiert bei versäumter Frist?

Eine verspätete Hauptuntersuchung riskiert Verwarnungsgelder und Probleme mit der Versicherungsdeckung. Die Nachprüfung kostet zusätzlich 25 bis 35 Euro.

Gibt es Rabatte für Selbstständige oder Flotten?

Einige Anbieter gewähren bei Vorlage mehrerer Fahrzeuge oder Geschäftskunden Mengenrabatte; diese müssen individuell angefragt werden.

Leon Julian Hoffmann Weber

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