
TVöD Bund 2025 Tabelle: Entgelte, Stufen und Termine erklärt
Wer im öffentlichen Dienst des Bundes arbeitet, kennt das Ritual: Jedes Jahr ein Blick auf die neue Tariftabelle, ein Rechnen, ein Hoffen. Doch der Tarifabschluss 2023 bringt nicht nur eine Erhöhung um 3,0 Prozent ab April 2025, sondern auch klare Perspektiven für die nächsten Jahre – und ein paar Fallstricke, die Sie kennen sollten. Dieser Leitfaden führt Sie durch die Entgelttabelle, erklärt den Stufenaufstieg und zeigt, was die Tarifrunde 2025 für Ihr Gehalt bedeutet.
Nächste Tariferhöhung: 1. April 2025 ·
Erhöhungssätze: 3,0 % ab April 2025, 2,8 % ab Mai 2026 ·
Laufzeit der Tabelle: 1. April 2025 bis 30. April 2026 ·
Entgeltgruppen: E 1 bis E 15 ·
Stufen pro Gruppe: 6
Kurzüberblick
- TVöD-Bund-Tabelle gültig ab 1. April 2025, Erhöhung um 3,0 % (Öffentlicher-Dienst.info (Tarifportal))
- Stufenlaufzeiten nach §16 TVöD: 1–5 Jahre (Bund-Verlag (Fachverlag für Personalrat))
- E 9c für qualifizierte Tätigkeiten mit Teamleitung (Arbeitsrechte.de (Arbeitsrecht-Portal))
- Genaue Termine der nächsten Tarifverhandlungen 2025 noch nicht offiziell verkündet (BMI (Bundesinnenministerium))
- Nettogehalt in E 9c variiert stark je nach Steuerklasse und Krankenkasse – kein Pauschalwert möglich (Öffentlicher-Dienst.info (Gehaltsrechner))
- 1. April 2025: Erste Erhöhung um 3,0 % (Öffentlicher-Dienst.info)
- 30. April 2026: Gültigkeit der Tabelle endet (oeffentlichen-dienst.de (Tarifdatenbank))
- Nächste Tarifverhandlungen voraussichtlich 2025 – Termin offen (GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft))
- Ab Mai 2026 weitere 2,8 % Erhöhung (oeffentlichen-dienst.de)
Die sechs Kernwerte der Tabelle auf einen Blick – alle Angaben basieren auf der offiziellen BMI-Veröffentlichung:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Tabelle gültig ab | 1. April 2025 |
| Tabelle gültig bis | 30. April 2026 |
| Erhöhung April 2025 | 3,0 % |
| Erhöhung Mai 2026 | 2,8 % |
| Anzahl Entgeltgruppen | 15 (E 1 – E 15) |
| Stufen pro Gruppe | 6 |
Wann sind die nächsten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst 2025?
Aktueller Tarifabschluss 2023
Der Tarifvertrag, der die Entgelttabelle bis zum 30. April 2026 festschreibt, wurde in der Tarifrunde 2023 zwischen der Bundesregierung und den Gewerkschaften ausgehandelt (GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)). Konkret vereinbart wurden zwei lineare Erhöhungen: 3,0 Prozent ab April 2025 und weitere 2,8 Prozent ab Mai 2026 (Öffentlicher-Dienst.info (Tarifportal)).
Erwartung für die nächste Tarifrunde
Wann die nächsten Verhandlungen für den TVöD Bund beginnen, ist noch nicht offiziell bestätigt. Üblich ist ein Start im ersten Halbjahr des Jahres, in dem der bestehende Vertrag ausläuft – also voraussichtlich 2025. Die Gewerkschaften bereiten bereits Forderungen vor, konkrete Termine stehen jedoch noch aus (BMI (Bundesministerium des Innern und für Heimat)).
Je länger die Verhandlungen dauern, desto mehr Zeit haben Beschäftigte, sich auf den nächsten Sprung in der Stufentabelle vorzubereiten – doch die Unsicherheit über den genauen Zeitplan bleibt der größte Stressfaktor für Personalräte.
Wann kommt die nächste Gehaltserhöhung bei TVöD?
Erhöhung ab 1. April 2025
Zum 1. April 2025 steigen alle Entgelte der TVöD-Bund-Tabelle um 3,0 Prozent. Für eine Person in Entgeltgruppe E 10 Stufe 2 bedeutet das eine monatliche Steigerung von 125,75 Euro brutto (oeffentlichen-dienst.de (Tarifdatenbank)).
Weitere Erhöhung ab 1. Mai 2026
Ein Jahr später, am 1. Mai 2026, folgt die zweite Anhebung um 2,8 Prozent. Das gleiche Beispiel E 10 Stufe 2 erhält dann weitere 120,88 Euro brutto. Die kumulierte Steigerung von April 2024 bis Mai 2026 beträgt 246,63 Euro (oeffentlichen-dienst.de).
Gibt es im Juli 2025 eine Gehaltserhöhung?
Nein. Im Juli 2025 ist keine separate Erhöhung vorgesehen. Die zum 1. April 2025 in Kraft getretene Anhebung wirkt bis zur nächsten planmäßigen Erhöhung im Mai 2026 fort. Auch die Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns im Juli 2025 hat keine direkte Auswirkung auf die TVöD-Tabelle (GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)).
Wann rutscht man in die nächste Entgeltstufe?
Stufenlaufzeiten im TVöD Bund
Das Stufensystem ist in §16 TVöD geregelt. Jede Entgeltgruppe (außer E 1) hat sechs Stufen: zwei Grundentgeltstufen und vier Entwicklungsstufen. Die Verweildauern betragen:
- Stufe 1: 1 Jahr
- Stufe 2: 2 Jahre
- Stufe 3: 3 Jahre
- Stufe 4: 4 Jahre
- Stufe 5: 5 Jahre
- Stufe 6: Endstufe (kein weiterer automatischer Aufstieg)
Der Aufstieg erfolgt automatisch, sobald die erforderliche Zeit in der vorherigen Stufe abgeleistet ist und keine negativen Beurteilungen vorliegen (Bund-Verlag (Fachverlag für Personalrat)). Ausnahme: E 1 umfasst nur 5 Stufen (Arbeitsrechte.de (Arbeitsrecht-Portal)).
Beispiel: Von Stufe 5 in Stufe 6
Ein Beschäftigter, der fünf Jahre in Stufe 5 war, rückt mit Beginn des sechsten Jahres in Stufe 6 auf. Stufe 6 ist die sogenannte Endstufe – danach ist kein weiterer automatischer Aufstieg mehr möglich. Eine Höhergruppierung in die nächste Entgeltgruppe könnte dann den Weg für neue Stufenaufstiege ebnen (Bund-Verlag).
Wer früh in eine höhere Entgeltgruppe wechselt, beschleunigt nicht nur das Grundgehalt, sondern auch den Stufenaufstieg – denn die Verweildauer zählt in der neuen Gruppe neu. Ein Wechsel von E 9a nach E 10 kann den Karrierepfad um Jahre verkürzen.
Wer bekommt 9c im öffentlichen Dienst?
Tätigkeitsmerkmale der Entgeltgruppe E 9c
E 9c ist eine Zwischengruppe für Beschäftigte mit besonderen Aufgaben – etwa Teamleitung, spezialisierte Facharbeit oder Tätigkeiten, die eine mehrjährige Berufserfahrung voraussetzen. Sie liegt zwischen E 9a und E 9b (bzw. E 10, je nach konkreter Tätigkeit). Die genaue Zuordnung erfolgt durch die Stellenbeschreibung und die tarifliche Bewertung (Arbeitsrechte.de (Arbeitsrecht-Portal)).
Rangfolge der Entgeltgruppen
Die Tarifgruppen sind aufsteigend nummeriert: E 1 (niedrigste) bis E 15 (höchste). Die E 9c steht – wie der Buchstabe andeutet – zwischen E 9a und E 9b, die wiederum unterhalb von E 10 liegen. Eine Person in E 9c verdient demnach mehr als in E 9a, aber weniger als in E 9b oder E 10 (Öffentlicher-Dienst.info).
Wie hoch ist das Nettogehalt in der Entgeltgruppe 9c des TVöD?
Bruttogehaltsbeispiele für E 9c (Stufe 2, Bund)
Für die Entgeltgruppe E 9c Stufe 2 (Bund) gibt die offizielle BMI-Tabelle ab April 2025 ein Bruttogehalt von rund 3.700 Euro an (Öffentlicher-Dienst.info (Tarifportal)).
Abzüge und Nettoberechnung
Das Nettogehalt variiert erheblich je nach individueller Steuerklasse, Kirchensteuerpflicht, Krankenkassenbeitrag und Kinderfreibeträgen. Ein verheirateter Arbeitnehmer in Steuerklasse III ohne Kinder kommt unter aktuellen Sozialabgaben auf etwa 2.500–2.600 Euro netto. Ein Alleinstehender in Steuerklasse I kann nur mit rund 2.200–2.300 Euro rechnen. Eine genaue Schätzung liefert der Gehaltsrechner auf oeffentlicher-dienst.info (Spezialrechner).
Nächste Schritte: So nutzen Sie die Tabelle für Ihre Karriere
- Bruttoentgelt prüfen: Rufen Sie die aktuelle Tabelle unter Öffentlicher-Dienst.info auf und notieren Sie Ihre Entgeltgruppe und Stufe.
- Stufenlaufzeit berechnen: Ermitteln Sie, wann der nächste automatische Aufstieg ansteht – nutzen Sie die Tabelle der Verweildauern aus §16 TVöD (Bund-Verlag).
- Höhergruppierung prüfen: Wenn Ihre Tätigkeit in eine höhere Entgeltgruppe fällt, beantragen Sie eine Überprüfung durch die Personalabteilung (GEW (Gewerkschaft)).
- Netto schätzen: Verwenden Sie den Rechner auf oeffentlicher-dienst.info für Ihre persönliche Steuerklasse.
- Tarifverhandlungen verfolgen: Abonnieren Sie die Mitteilungen des BMI und der Gewerkschaften, um den Start der nächsten Runde nicht zu verpassen.
Zeitleiste der Tariferhöhungen
- : Erste Tariferhöhung um 3,0 % tritt in Kraft (Öffentlicher-Dienst.info)
- : Nächste Tarifverhandlungen für den TVöD Bund (Termin noch nicht bestätigt) (BMI (Bundesinnenministerium))
- : Aktuelle Entgelttabelle läuft aus (oeffentlichen-dienst.de)
- : Zweite Tariferhöhung um 2,8 % tritt in Kraft (oeffentlichen-dienst.de)
Klare Fakten – und was noch offen ist
Bestätigte Fakten
- Die Entgelttabelle ab 1. April 2025 mit den genannten Prozenten ist durch BMI und GEW belegt.
- Die Stufenlaufzeiten sind in §16 TVöD festgelegt.
- E 9c ist für bestimmte qualifizierte Tätigkeiten vorgesehen.
- Die Gehaltserhöhung für E 10 Stufe 2 beträgt über zwei Jahre 246,63 Euro brutto.
Was unklar ist
- Der genaue Starttermin der nächsten Tarifverhandlungen 2025 ist noch nicht offiziell verkündet.
- Die Nettohöhe in E 9c ist individuell und nicht pauschal angebbar.
- Ob es in der nächsten Tarifrunde eine größere strukturelle Reform der Entgeltgruppen gibt, ist offen.
Stimmen aus der Praxis
„Die Einigung von 2023 gibt beiden Seiten Planungssicherheit. Die linearen Erhöhungen sind ein klares Signal für die Wertschätzung der Beschäftigten.“
– BMI (Bundesministerium des Innern und für Heimat)
„Mit 3,0 Prozent liegt der Abschluss über der Inflationsrate – aber der Abstand zu den Gehältern der freien Wirtschaft wächst weiter. Die nächste Runde muss deutliche Schritte nach vorne bringen.“
– GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)
Was die Tarifrunde 2025 für Sie bedeutet
Die nächsten Monate entscheiden darüber, wie die Weichen für die Gehaltsentwicklung ab 2026 gestellt werden. Klar ist: Wer jetzt seine Stufenlaufzeit kennt und die Höhergruppierungsmöglichkeiten prüft, kann von den vereinbarten Erhöhungen maximal profitieren. Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst des Bundes ist der Handlungsdruck deshalb klar: die Tabelle verstehen, den Aufstieg planen und die Verhandlungen aufmerksam begleiten – oder die Chancen auf eine bessere Vergütung liegen brach.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen TVöD Bund und TVöD Kommunen?
Der TVöD Bund gilt für Beschäftigte der Bundesverwaltung, der TVöD Kommunen für Angestellte von Städten und Gemeinden. Die Tabellen unterscheiden sich in den Beträgen und teilweise in den Stufenlaufzeiten – die Kommunalversion ist meist etwas niedriger dotiert (Bund-Verlag).
Wie berechne ich mein Nettogehalt aus der TVöD-Tabelle?
Ein Netto-Gehaltsrechner wie der auf oeffentlicher-dienst.info berücksichtigt Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkasse und Kinderfreibeträge. Geben Sie Ihr Brutto aus der Tabelle ein und wählen Sie Ihre persönlichen Daten.
Kann ich in eine höhere Entgeltgruppe wechseln?
Ja, wenn Ihre tatsächliche Tätigkeit die Merkmale einer höheren Gruppe erfüllt. Beantragen Sie eine Überprüfung durch die Personalabteilung oder wenden Sie sich an den Personalrat (GEW).
Gelten die Tabellenwerte auch für Auszubildende?
Nein, Auszubildende erhalten eine separate Vergütung nach dem TVAöD (Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes). Die Werte weichen deutlich von der Entgelttabelle ab (Arbeitsrechte.de).
Was passiert nach dem 30. April 2026?
Bis dahin muss ein neuer Tarifvertrag ausgehandelt sein. Sollte dies nicht gelingen, gelten die alten Werte zunächst fort – rückwirkend wird dann der neue Abschluss angewendet (Öffentlicher-Dienst.info).
Wie oft steigt man in eine höhere Stufe auf?
Der Aufstieg erfolgt automatisch nach Ablauf der Verweildauer: 1 Jahr in Stufe 1, 2 Jahre in Stufe 2 usw. Insgesamt sind maximal sechs Stufen pro Entgeltgruppe vorgesehen (Bund-Verlag).
Welche Zulagen gibt es zusätzlich zum Tabellenentgelt?
Mögliche Zulagen umfassen Erschwerniszulage, Überstundenzuschläge, Weihnachtsgeld (tariflich) und eine Jahressonderzahlung. Die genauen Regelungen finden sich in den ergänzenden Tarifverträgen (GEW).