Was macht ein Neurologe? Der Facharzt für Nervensystem-Erkrankungen verbindet Diagnostik, Therapie und Rehabilitation. Von Anamnese über bildgebende Verfahren bis zur Nachsorge auf Stroke Units – die Neurologie umfasst das gesamte Spektrum neurologischer Versorgung in Deutschland.

Neurologe behandelt: Erkrankungen des Nervensystems · Schnellst wachsende neurodegenerative Erkrankung: Parkinson-Krankheit · Typische Untersuchungsschritte: Anamnese, Reflexe, Beweglichkeit · Häufigste Symptome: Taubheitsgefühl, Rückenschmerzen · Neurologie umfasst: Diagnostik, Therapie, Rehabilitation

Aufgaben eines Neurologen im Überblick

Aufgaben eines Neurologen

  • Erkennung von Nervenerkrankungen
  • Diagnostik und Therapie
  • Rehabilitation

Quelle: St. Augustinus Kliniken

Häufige Erkrankungen

  • Schlaganfall
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Epilepsie
  • Migräne

Quelle: UK Jena

Untersuchung

  • Reflexprüfung
  • Beweglichkeitstest
  • Hirnnerven
  • Koordination

Quelle: Gesundheitsinformation.de

Wann hingehen

  • Taubheitsgefühle
  • Kopfschmerzen
  • Koordinationsstörungen
  • Schwindel

Quelle: AOK

Wichtige Fakten: Aufgaben eines Neurologen
Kategorie Details Quelle
Definition Neurologie Erkrankungen des Nervensystems St. Augustinus Kliniken
Behandelt Gehirn, Sinnesorgane, Rückenmark, periphere Nerven Approbatio.de
Untersuchung umfasst Anamnese, Reflexe, Beweglichkeit, Hirnnerven Gesundheitsinformation.de
Hirnnerven Genau 12 Hirnnerven werden untersucht AOK
Schnellstes Wachstum Parkinson-Krankheit Approbatio.de

Zusammenfassung: Der Neurologe ist der Spezialist für Erkrankungen des Nervensystems. Seine Arbeit beginnt mit der Anamnese und umfasst körperliche Untersuchungen, bildgebende Verfahren und die Koordination von Therapien wie Physiotherapie und Logopädie.

Für welche Erkrankungen ist ein Neurologe zuständig?

Was eine Neurologin oder ein Neurologe macht, lässt sich in drei Hauptaufgaben unterteilen: Anamnese, diagnostische Verfahren und Therapie. Die Neurologie umfasst Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven. Der Neurologe behandelt sowohl chronische Krankheiten als auch akute Notfälle.

Häufigste neurologische Erkrankungen

Zu den häufigsten Erkrankungen, die ein Neurologe behandelt, gehören:

  • Schlaganfall: Der Neurologe ist Schlaganfall-Spezialist und koordiniert die Nachsorge auf Stroke Units. Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute – Neurologen sind darauf trainiert, schnell zu handeln.
  • Epilepsie: Diese neurologische Störung wird durch charakteristische elektrische Aktivitäten im Gehirn verursacht. Das EEG misst diese Aktivität zur Diagnose.
  • Parkinson-Krankheit: Diese neurodegenerativen Erkrankung breitet sich am schnellsten aus und erfordert eine lebenslange neurologische Betreuung.
  • Multiple Sklerose: Eine chronische Erkrankung des Zentralnervensystems, die vom Neurologen diagnostiziert und behandelt wird.
  • Migräne: Chronische Kopfschmerzerkrankungen, die neurologisch abgeklärt werden sollten.

Die Neurologen sind Schlaganfall-Spezialisten und koordinieren die Nachsorge auf Stroke Units.

Schlaganfallbegleitung.de

Tipp: Bei akuten neurologischen Symptomen wie plötzlicher Sprachstörung, Lähmungserscheinungen oder starken Kopfschmerzen sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden – dies können Warnsignale eines Schlaganfalls sein.

Schnell wachsende Erkrankungen wie Parkinson

Die Parkinson-Krankheit gilt als die sich am schnellsten ausbreitende neurodegenerative Erkrankung. Der Neurologe überwacht den Krankheitsverlauf und passt die Medikation an. Zu den typischen Symptomen gehören Bewegungsstörungen, Muskelsteifheit und Zittern.

Der Neurologe unterscheidet sich vom Neurochirurgen: Während der Neurologe diagnostische und konservative Therapien durchführt, führt der Neurochirurg operative Eingriffe am Nervensystem durch.

Wann geht man zu einem Neurologen?

Man geht zum Neurologen bei Funktionsausfällen oder Fehlsteuerungen des Nervensystems. Typische Anlässe sind Taubheitsgefühle, Koordinationsstörungen, Schwindel oder anhaltende Kopfschmerzen.

Typische neurologische Symptome

Zu den häufigsten Symptomen, die eine neurologische Abklärung erfordern, gehören:

  • Lähmungen oder Muskelschwäche
  • Taubheitsgefühl oder Empfindungsstörungen
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Sprachprobleme oder Wortfindungsstörungen
  • Rückenschmerzen, die auf Nervenreizungen hindeuten
  • Gedächtnisstörungen und kognitive Einschränkungen

Was eine Neurologin oder ein Neurologe macht, lässt sich in drei Hauptaufgaben unterteilen: Anamnese, diagnostische Verfahren und Therapie.

St. Augustinus Kliniken

Hinweis: Der Neurologe untersucht auch unwillkürliche Funktionen wie Atmung, Blutdruck, Hautveränderungen sowie Blasen- und Darmfunktion. Diese Untersuchungen sind wichtig bei Verdacht auf Störungen des vegetativen Nervensystems.

Wann sofort zum Neurologen

Bei folgenden Symptomen sollte umgehend ein Neurologe aufgesucht werden:

  • Plötzliche Lähmungserscheinungen einer Körperhälfte
  • Akute Sprachstörungen
  • Starke, ungewöhnliche Kopfschmerzen
  • Taubheitsgefühle, die sich ausbreiten
  • Krampfanfälle ohne bekannte Ursache

Wie läuft eine Untersuchung beim Neurologen ab?

Die neurologische Untersuchung beginnt mit der Anamnese. Der Neurologe führt ein ausführliches Gespräch, um Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahmen zu erfassen.

Erste Untersuchungsschritte

Nach der Anamnese folgen standardisierte Tests:

  1. Anamnese-Gespräch: Erfassung von Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahmen.
  2. Körperhaltung und Gang: Prüfung von Haltung, Gang und Gleichgewicht.
  3. Hirnnerven-Untersuchung: Test aller 12 Hirnnerven auf sensorische und motorische Funktionen.
  4. Reflexprüfung: Test der Sehnenreflexe mit Reflexhammer.

Anamnese und körperliche Prüfung

Der Neurologe prüft bei der körperlichen Untersuchung verschiedene Bereiche:

Standardisierte neurologische Untersuchungsschritte
Untersuchungsbereich Methode Zweck
Hirnnerven 12 Nerven einzeln testen Sensorische und motorische Funktionen prüfen
Reflexe Reflexhammer auf Sehnen Lähmungen oder Nervenschäden erkennen
Sensibilität Watte, Nadel, Stimmgabel Berührung, Schmerz, Temperatur prüfen
Motorik Beweglichkeitstests Muskelkraft und Gelenkfunktion
Koordination Finger-Nase-Test Gleichgewicht mit offenen/geschlossenen Augen
Kognition Aufmerksamkeits- und Erinnerungstests Wahrnehmung und Problemlösung

Die Sensibilitätsprüfung nutzt verschiedene Werkzeuge: Watte für Berührungsempfindung, eine Nadel für Schmerzreize, eine Stimmgabel für Temperaturempfinden und Vibrationstests. Der Neurologe prüft systematisch alle Körperregionen.

Achtung: Die Koordinationsprüfung mit dem Finger-Nase-Test zeigt neurologische Probleme an. Wenn Sie mit geschlossenen Augen deutlich schlechter abschneiden als mit offenen, deutet dies auf ein Problem im Kleinhirn oder den sensiblen Nervenbahnen hin.

Die internistische Untersuchung beim Neurologen umfasst Herz, Lunge, Puls und die Halsgefäße. Diese zusätzlichen Checks helfen, vaskuläre Ursachen für neurologische Beschwerden zu identifizieren.

Was sind typische neurologische Symptome?

Neurologische Symptome können vielfältig sein und verschiedene Ursachen haben. Der Neurologe ist darauf spezialisiert, die Zusammenhänge zu erkennen.

Symptome bei Erwachsenen

Typische neurologische Symptome, die eine Abklärung erfordern:

  • Bewegungsstörungen und Parkinson-Symptome
  • Epileptische Anfälle
  • Gedächtnisstörungen und Demenz
  • Migräne und chronische Kopfschmerzen
  • Schwindel und Gleichgewichtsprobleme

Wichtig: Der Neurologe unterscheidet zwischen psychischen Problemen und neurologischen Erkrankungen. Während Psychiater sich auf die Behandlung psychischer Störungen konzentrieren, sucht der Neurologe nach körperlichen Ursachen im Nervensystem.

Bei psychischen Problemen und Schlafstörungen

Der Neurologe kann bei bestimmten psychischen Beschwerden helfen, wenn eine neurologische Ursache vorliegt. Typische Gründe für einen Besuch beim Neurologen bei psychischen Symptomen:

  • Gedächtnisprobleme ohne klare psychische Ursache
  • Taubheitsgefühle bei Stress
  • Schlafstörungen durch Nervosität oder Krämpfe
  • Vegetative Beschwerden ohne internistische Ursache

Das vegetative Nervensystem wird vom Neurologen bei Schlafstörungen, Nervosität und Krämpfen geprüft. Wenn die Ursache im Nervensystem liegt, kann der Neurologe gezielt behandeln.

Was macht ein Neurologe bei spezifischen Beschwerden?

Der Neurologe hat je nach Beschwerdebild unterschiedliche diagnostische und therapeutische Ansätze.

Bei Depressionen und psychischen Problemen

Der Neurologe untersucht, ob Depressionen oder andere psychische Beschwerden eine neurologische Ursache haben. Er führt kognitive Tests durch, die Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Erinnerung, Kreativität und Problemlösung prüfen.

Bei Kindern

Kinderneurologen sind auf die neurologische Entwicklung von Kindern spezialisiert. Sie untersuchen Entwicklungsverzögerungen, Anfallsleiden und Bewegungsstörungen bei Kindern.

Bei Schlafstörungen

Bei Schlafstörungen prüft der Neurologe das vegetative Nervensystem. Er kann ein Schlaf-EEG anordnen, um die Hirnaktivität während des Schlafes zu untersuchen und Schlafstörungen neurologisch abzuklären.

Bei ADHS und Taubheitsgefühl

Der Neurologe kann bei ADHS eine differentialdiagnostische Abklärung durchführen. Bei Taubheitsgefühl untersucht er die Sensibilität systematisch und prüft, ob Nervenkompressionen oder neurologische Erkrankungen vorliegen.

Gut zu wissen: Der Neurologe verordnet bei Bedarf Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Er kontrolliert auch Gefäßrisikofaktoren, um Schlaganfälle und andere vaskuläre neurologische Erkrankungen zu vermeiden.

Diagnostische Verfahren beim Neurologen

Der Neurologe nutzt verschiedene diagnostische Methoden zur genauen Abklärung von Nervensystem-Erkrankungen.

Diagnostische Methoden in der Neurologie
Verfahren Zweck Anwendung
EEG (Elektroenzephalogramm) Messung der Hirnströme Epilepsie-Diagnose, Tumorerkennung
EMG (Elektromyographie) Muskelaktivität messen Nerven- und Muskelerkrankungen
MRT (Magnetresonanztomographie) Bildgebung des Gehirns Strukturelle Veränderungen, MS, Tumore
CT (Computertomographie) Schnelle Schnittbilder Schlaganfall-Diagnose, Blutungen
ENG (Elektroneurographie) Nervenleitgeschwindigkeit Periphere Nervenschäden
Ultraschall Gefäßdarstellung Halsgefäße, Stroke-Risiko

Das EEG misst die elektrische Aktivität der Hirnrinde. Es wird Diagnose von Epilepsie oder Tumoren. Der Neurologe kann die Hirnströme sehen und Unregelmäßigkeiten erkennen.

Das EMG untersucht die elektrische Aktivität und Leitfähigkeit von Muskeln. Es hilft dem Neurologen, Erkrankungen der peripheren Nerven oder der Muskulatur zu identifizieren.

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Weitere Quellen

netdoktor.de

Neurologen behandeln Erkrankungen des Nervensystems wie Parkinson und Migräne, wie dieser Überblick zu Aufgaben, Ausbildung und Gehalt detailliert beschreibt.

Häufig gestellte Fragen zum Neurologen

Was unterscheidet Neurologen von Psychiatern?

Der Neurologe konzentriert sich auf körperliche Ursachen im Nervensystem, während der Psychiater psychische Erkrankungen behandelt. Der Neurologe führt diagnostische Tests durch und nutzt bildgebende Verfahren. Psychiater nutzen primär Gesprächsbehandlungen und Psychopharmaka.

Kann ein Neurologe Medikamente verschreiben?

Ja, Neurologen können Medikamente verschreiben. Sie sind Fachärzte und können neurologische Präparate, Schmerzmittel und andere Medikamente für neurologische Erkrankungen verordnen.

Wie lange dauert eine erste neurologische Untersuchung?

Eine erste neurologische Untersuchung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten. Sie umfasst die Anamnese, körperliche Untersuchung der Reflexe, Sensibilitätstests und bei Bedarf erste diagnostische Maßnahmen.

Braucht man eine Überweisung zum Neurologen?

In Deutschland benötigt man für einen Facharztbesuch in der Regel eine Überweisung vom Hausarzt. Diese Regelung kann je nach Bundesland und Krankenversicherung variieren. Bei akuten Beschwerden kann auch eine direkte Vorstellung erfolgen.

Sind Kinderneurologen separat?

Ja, Kinderneurologen (Pädiatrische Neurologen) sind auf die neurologische Betreuung von Kindern spezialisiert. Sie haben zusätzliche Ausbildung in der Entwicklungsneurologie und Pädiatrie.

Wie bereitet man sich auf die neurologische Untersuchung vor?

Bereiten Sie sich vor, indem Sie eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente mitbringen, frühere Befunde sammeln und Ihre Symptome genau beschreiben können. Notieren Sie auch, seit wann die Beschwerden bestehen und ob sie sich verändert haben.

Wann sollte man zum Neurologen gehen bei Rückenschmerzen?

Bei Rückenschmerzen sollte man zum Neurologen gehen, wenn zusätzliche Symptome wie Taubheitsgefühle, Kribbeln, Muskelschwäche oder Schmerzen auftreten, die in Arme oder Beine ausstrahlen. Auch bei Blasen- oder Darmentleerungsstörungen ist eine neurologische Abklärung wichtig.

Fazit: Der Neurologe ist der Facharzt für Erkrankungen des Nervensystems. Bei Symptomen wie Taubheitsgefühl, Koordinationsstörungen oder anhaltenden Kopfschmerzen sollte man einen Termin vereinbaren. Die neurologische Untersuchung umfasst standardisierte Tests und moderne bildgebende Verfahren.