Wenn abends die ersten Laternen durch die Straßen leuchten, wissen Kinder und Erwachsene: Es ist wieder Martinstag. Der 11. November gehört zu den schönsten Kinderfesten im deutschen Jahreskreis – doch hinter dem Laternenumzug steckt eine Geschichte, die bis ins 4. Jahrhundert zurückreicht.

Datum des Martinstags: 11. November · Gefeierter Heiliger: Martin von Tours (ca. 316–397) · Hauptverbreitung: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich · Typische Bräuche: Laternenumzug, Martinsgans, Martinslieder

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Das genaue Geburtsjahr liegt zwischen 316 und 317
  • Ob die Mantelteilung historisch oder legendarisch ist, bleibt offen
  • Der genaue Geburtsort ist nicht zweifelsfrei überliefert
3Zeitleisten-Signal
  • ca. 316: Geburt in Pannonien (NDR)
  • 397: Tod am 8. November, Beisetzung am 11. November (NDR)
4Wie es weitergeht
  • Nachhaltige Alternativen wie Laternen aus Recycling-Material gewinnen an Beliebtheit
  • Immer mehr Gemeinden setzen auf umweltfreundliche Martinsfeiern

Fünf Eckdaten, die den Feiertag prägen: Vom Geburtsdatum bis zum Brauchtum.

Fünf Eckdaten, die den Feiertag prägen: Vom Geburtsdatum bis zum Brauchtum.
Merkmal Angabe
Name Martin von Tours
Geburtsjahr ca. 316 n. Chr. in Pannonien (heute Ungarn)
Todesjahr 397 n. Chr. in Candes (Frankreich)
Funktion Bischof von Tours
Festtag 11. November

Das Muster: Der Martinstag vereint historische Daten mit lebendigem Brauchtum – ein seltenes Beispiel für Kontinuität über 1600 Jahre.

Warum wird der Martinstag am 11. November gefeiert?

Der Ursprung des Datums: Martin von Tours und die Mantelteilung

Der 11. November fällt nicht zufällig auf diesen Tag. Es ist das Datum der Grablegung Martins von Tours – er starb am 8. November 397 und wurde drei Tage später, am 11. November, beigesetzt. Weil die Kirche den Todestag eines Heiligen traditionell als Eintritt ins ewige Leben feiert, wurde dieses Datum zum Festtag (Hannover.de, Stadtportal der Landeshauptstadt).

Die bekannteste Geschichte, die mit dem Fest verbunden ist, spielt Jahre vor Martins Tod: Im winterlichen Amiens begegnet der römische Soldat Martin einem frierenden Bettler. Martin teilt mit seinem Schwert den wärmenden Mantel und gibt ihm die Hälfte (Berlin.de, Portal des Landes Berlin). Der Überlieferung nach erscheint ihm der Bettler im Traum als Christus – eine Vision, die Martin zur Taufe bewegt (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender).

„Weil du mich in dem Bettler erkannt hast, Martin, habe ich mich dir gezeigt.“

– Überlieferte Vision nach der Mantelteilung, zit. nach EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Die Verbindung zum Ende der Erntezeit

Der Martinstag hat auch eine agrarisch-rechtliche Dimension. Am 11. November endeten im Mittelalter vielerorts das Wirtschaftsjahr und die Zins- oder Pachtsaison. Naturalien wie eine Gans wurden als Abgabe fällig – ein Brauch, der das spätere Martinsgansessen prägte (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender). Die Kirche überlagerte mit dem Martinsfest ältere vorchristliche Erntedanktraditionen und gab dem Datum eine neue, christliche Deutung.

Das Paradox

Ein Heiliger, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt, wird zum Anlass für ein Fest, das jahrhundertelang mit Naturalienabgaben der Ärmsten zusammenhing. Die Wohltätigkeit Martins steht in direktem Gegensatz zur wirtschaftlichen Ausbeutung des Zinstags – ein Widerspruch, den moderne Gemeinden heute bewusst aufzulösen versuchen.

Der Kern: Das Datum ist kein Zufall, sondern vereint christliche Heiligenverehrung mit vorchristlichem Brauchtum. Die Mantelteilung bleibt der emotionale Anker, der die Botschaft des Teilens bis heute lebendig hält.

Welcher Heilige wird am 11. November gefeiert?

Martin von Tours – ein römischer Soldat wird Bischof

Gefeiert wird Martin von Tours, geboren um 316 in Sabaria, Pannonien, dem heutigen Ungarn (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender). Als Sohn eines römischen Militärtribuns trat er mit etwa 18 Jahren in die kaiserliche Armee ein. Nach der Mantelteilung und seiner Taufe verließ Martin den Militärdienst und widmete sich dem Glauben. Um 371 wählte ihn die Gemeinde von Tours zum Bischof – gegen seinen Willen, wie die Überlieferung berichtet (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender). Er blieb rund 30 Jahre im Amt.

  • Geboren um 316 in Pannonien (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender)
  • Römischer Soldat, später Bischof von Tours (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender)
  • Erster nicht-märtyrerischer Heiliger der Kirche

Seine Bedeutung für das Christentum

Martin gilt als erster bekennender Heiliger, der nicht als Märtyrer starb, sondern durch sein Leben und Wirken heiliggesprochen wurde. Das machte ihn zu einem neuen Typus christlicher Verehrung. In Frankreich, wo er als Bischof wirkte, ist er bis heute einer der populärsten Heiligen. Die EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hebt hervor, dass sein Fest in vielen evangelischen Gemeinden ebenso gefeiert wird wie in katholischen – ein seltenes Beispiel konfessionsübergreifender Tradition.

Warum dies wichtig ist

Martin von Tours ist der Beweis, dass ein Heiliger ohne spektakulären Märtyrertod populär werden kann. Sein Fest eint Konfessionen und Generationen – und gibt dem Teilen eine konkrete, kindgerechte Geschichte.

Die Einordnung: Martin steht für einen Glaubensweg vom Soldaten zum Hirten. Seine Geschichte macht komplexe christliche Werte wie Nächstenliebe und Demut für Kinder begreifbar – ein Grund, warum sein Fest nach 1600 Jahren noch immer lebendig ist.

Wann ist der heilige St. Martinstag?

Das Datum im Kirchenjahr

Der Martinstag wird jedes Jahr am 11. November begangen (Hannover.de, Stadtportal der Landeshauptstadt). Er liegt damit nach dem Ende der Erntezeit und vor der Adventszeit, die am vierten Sonntag vor Weihnachten beginnt. Anders als viele denken, ist der Martinstag in keinem deutschen Bundesland ein gesetzlicher Feiertag (Hannover.de, Stadtportal der Landeshauptstadt). Er wird als kirchlicher Festtag begangen, aber nicht arbeitsfrei gestellt.

Abweichungen: Martinstag am 11.11. oder Martinitag am 10.11.

In einigen Regionen gibt es Vorabendfeiern am 10. November, den sogenannten Martinitag. Besonders in katholisch geprägten Gegenden Bayerns und Österreichs wird der Abend vor dem Fest mit Umzügen begangen. Die eigentliche Feier bleibt jedoch der 11. November. Die doppelte Datierung verwirrt manche Familien – die allermeisten Laternenumzüge finden am Abend des 10. oder des 11. November statt (je nach Gemeinde).

Der Vorbehalt: Martinstag ist immer der 11.11. – punktgenau nach 1600 Jahren Tradition. Die Abendfeiern am Vorabend sind eine pragmatische Verschiebung, um Berufstätigen und Familien die Teilnahme zu erleichtern.

Wie wird der Martinstag in Deutschland gefeiert?

Laternenumzüge und Martinslieder

Das Bild des Martinstags ist bundesweit geprägt von Kindern, die mit selbst gebastelten Laternen durch die Straßen ziehen. Die Lieder „Laterne, Laterne“ und „Sankt Martin“ gehören zum festen Repertoire (Berlin-Evangelisch, evangelische Kirche Berlin). In vielen Gemeinden wird die Legende der Mantelteilung als Martinsspiel nachgestellt – ein Darsteller als römischer Soldat teilt seinen Mantel mit einem Bettler (Berlin-Evangelisch, evangelische Kirche Berlin).

Fazit: Der Laternenumzug ist das Herz des Martinstags – ein gemeinschaftliches Ritual, das Nachbarschaften verbindet. Für Familien mit Kindern ist er der emotionale Höhepunkt des Herbstes.

Das Martinsessen – die Martinsgans

Zum Martinstag gehört das traditionelle Martinsgansessen. Der Brauch hat mehrere Ursprünge: Zum einen waren am 11. November Steuern in Naturalien fällig – oft in Form einer Gans. Zum anderen rankt sich die Legende, dass sich Martin aus Demut vor der Wahl zum Bischof in einem Gänsestall versteckt haben soll, wo ihn die schnatternden Tiere verrieten (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender). Ob historisch oder nicht: Die Gans auf dem Tisch ist eines der beständigsten Symbole des Festtags.

Regionale Besonderheiten: Hannover und der Martinstag

In Hannover hat der Martinstag eine besondere Tradition. Jährlich lockt der Martinimarkt mit regionalen Produkten und einem Umzug durch die Innenstadt (Hannover.de, Stadtportal der Landeshauptstadt). Kinder basteln vorab in Kitas und Grundschulen Laternen und singen Martinslieder vor den Häusern – das sogenannte Martinssingen, bei dem sie Süßigkeiten erhalten. In vielen Stadtteilen wird der Umzug von einem Martinsfeuer begleitet.

Die Entwicklung: Der Trend zu nachhaltigen Feiern ist auch in Hannover sichtbar. Immer mehr Eltern setzen auf Laternen aus recyceltem Papier, LED-Teelichter statt echter Kerzen und Stofftüten statt Plastiktüten für die Süßigkeiten. Die EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau empfiehlt Gemeinden, bei Umzügen auf Plastikmüll zu verzichten und biologisch abbaubare Materialien zu nutzen.

Welche Bräuche und Traditionen gehören zum Martinstag?

Das Laternenbasteln – traditionell und nachhaltig

Das Basteln der Laterne ist für Kinder der kreative Einstieg in das Fest. Traditionell werden Tonpapier, Draht und ein Teelicht verwendet. Immer häufiger greifen Eltern jedoch zu umweltfreundlichen Alternativen: Laternen aus alten Tetrapaks, Joghurtbechern oder Papprollen (Berlin.de, Portal des Landes Berlin). Statt herkömmlicher Kerzen kommen LED-Teelichter zum Einsatz, die die Brandgefahr senken und wiederverwendbar sind.

  • Laternen aus Recycling-Papier oder Tetrapaks
  • LED-Teelichter statt Wachskerzen
  • Stofftüten statt Plastiktüten für das Martinssingen
  • Regionale Bio-Gans als Festessen

Martinslieder und das Martinssingen

Die Lieder „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ und „Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ werden in ganz Deutschland gesungen (Berlin-Evangelisch, evangelische Kirche Berlin). Beim Martinssingen ziehen Kinder von Haus zu Haus, singen die Lieder und erhalten dafür Süßigkeiten oder Martinshörnchen – eine Tradition, die an das „Süßes oder Saures“ an Halloween erinnert, aber älter ist und auf kirchlichen Wurzeln ruht.

„Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross, das trug ihn fort geschwind. Sankt Martin zog die Zügel an, sein Ross stand still beim armen Mann.“

– Traditionelles Martinslied, überliefert in Gemeinden bundesweit

Der Martinszug als gemeinschaftliches Erlebnis

Der Martinszug ist das zentrale Ereignis des Tages. Kinder, Eltern, Großeltern und Nachbarn versammeln sich auf dem Dorfplatz oder vor der Kirche. Ein Reiter auf einem Pferd, als heiliger Martin verkleidet, führt den Zug an (EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau). Anschließend versammeln sich alle um ein großes Martinsfeuer. In den letzten Jahren setzen viele Gemeinden auf feuersichere Alternativen wie Fackeln aus nachwachsenden Rohstoffen.

Die Martinsgans – Ursprung und Zubereitung

Das Martinsgansessen ist mehr als nur ein Festbraten. Die Verbindung zur Legende und zum Wirtschaftsjahr macht es zu einem der ältesten Brauchtumsgerichte Deutschlands. Heute greifen viele Familien bewusst zu einer regionalen Bio-Gans oder entscheiden sich für eine vegetarische Alternative (EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau).

Das Fazit: Die Bräuche rund um den Martinstag wandeln sich. Der Trend geht zu mehr Nachhaltigkeit, ohne die emotionale Tiefe des Festes zu verlieren. Wer heute Laterne läuft, tut dies häufiger mit LED-Licht und Recycling-Papier – und bewahrt doch die uralte Botschaft des Teilens.

Zeitleiste: Leben des heiligen Martin

  • ca. 316 – Geburt von Martin in Sabaria, Pannonien (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender)
  • ca. 334 – Eintritt in die römische Armee (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender)
  • ca. 337 – Mantelteilung mit einem Bettler in Amiens; Vision Christi (EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau)
  • 356 – Taufe und Austritt aus dem Militär (EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau)
  • 371 – Ernennung zum Bischof von Tours (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender)
  • 397 – Tod am 8. November; Beisetzung am 11. November (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender)

Gesichertes und offene Fragen zu St. Martin

Bestätigte Fakten

  • Martin lebte im 4. Jahrhundert (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender)
  • Er war Bischof von Tours (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender)
  • Sein Gedenktag ist der 11. November (Hannover.de, Stadtportal der Landeshauptstadt)
  • Die Legende der Mantelteilung ist seit dem 5. Jahrhundert belegt (EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau)

Was unklar bleibt

  • Das genaue Geburtsjahr (zwischen 316 und 317)
  • Ob die Mantelteilung historisch oder legendarisch ist
  • Der genaue Ort seiner Geburt

Stimmen zu St. Martin

„Martin war ein Mann, der nichts anderes als Christum suchte – und der in der Armut des Bettlers das Antlitz seines Herrn erkannte.“

– Sulpizius Severus (um 400), Verfasser der ersten Biographie Martins, zitiert nach NDR, öffentlich-rechtlicher Sender

„Am 11. November gedenkt die Kirche des heiligen Martin von Tours, eines der volkstümlichsten Heiligen im deutschsprachigen Raum. Sein Fest vereint Kinder und Erwachsene, Katholiken und Protestanten.“

– Vatikanische Nachrichten zur Bedeutung des Martinstags, überliefert im Heiligenkalender

Der Martinstag bleibt ein lebendiges Beispiel dafür, wie ein 1600 Jahre alter Brauch in der Gegenwart neu interpretiert werden kann. Die ökologische Wende – von recycelten Laternen über LED-Teelichter bis zur regionalen Bio-Gans – zeigt, dass Tradition und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sein müssen. Für Familien in Deutschland ist die Wahl klar: Wer bewusst feiert, bewahrt den Geist des Teilens, den Martin einst vorlebte.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Martinstag ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland?

Nein, der Martinstag ist in keinem Bundesland ein gesetzlicher Feiertag (Hannover.de, Stadtportal der Landeshauptstadt). Er wird als kirchlicher Festtag begangen, allerdings ohne Arbeitsruhe. Die meisten Laternenumzüge finden daher am späten Nachmittag oder Abend statt.

Warum isst man an Martini Gans?

Es gibt zwei Erklärungen. Die eine führt auf die Naturalienabgaben am 11. November zurück, die oft in Form einer Gans fällig waren. Die andere Legende erzählt, dass Martin sich aus Demut vor der Bischofswahl in einem Gänsestall versteckt habe, wo ihn die Tiere durch ihr Schnattern verrieten (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender).

Welche Laternenlieder sind typisch?

Die bekanntesten Martinslieder sind „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ und „Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ (Berlin-Evangelisch, evangelische Kirche Berlin). Diese Lieder werden in Kitas und Grundschulen geübt und beim Umzug gemeinsam gesungen.

Kann man den Martinsumzug auch ohne Kirche feiern?

Ja. Viele Laternenumzüge werden von Kitas, Grundschulen oder Nachbarschaftsinitiativen organisiert und sind nicht an eine kirchliche Gemeinde gebunden. Der Brauch hat sich längst zu einem allgemeinen Kinderfest entwickelt (Berlin.de, Portal des Landes Berlin).

Wie bastle ich eine umweltfreundliche Laterne?

Nutzen Sie recyceltes Papier oder alte Tetrapaks als Grundkörper, verzichten Sie auf Plastikfolie und verwenden Sie ein LED-Teelicht statt einer Wachskerze (EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau). Anleitungen gibt es auf vielen kommunalen Webseiten wie Berlin.de.

Was ist der Unterschied zwischen Martinstag und Martinitag?

Der Martinstag ist der 11. November. Der Martinitag am 10. November ist in manchen Regionen der Vorabend des Festes, an dem bereits Umzüge stattfinden. Beide Daten sind eng miteinander verbunden, der 11. November ist jedoch das eigentliche liturgische Datum (Hannover.de, Stadtportal der Landeshauptstadt).

Wird St. Martin auch in anderen Ländern gefeiert?

Ja, besonders in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Teilen Italiens. In Frankreich ist Martin von Tours einer der Nationalheiligen, und sein Fest wird mit Umzügen und Gottesdiensten begangen (NDR, öffentlich-rechtlicher Sender).